Rassistischer Gewalt entgegen treten

Hallo,

in der Nacht von Donnerstag auf Freitag letzter Woche wurde die Wohnung einer geflüchteten Familie mit einem Sprengsatz und Steinen angegriffen. Wir verwenden bewusst den Begriff Sprengsatz, da wir finden, dass der Begriff „Polenböller“ die Gefahr, welche von diesem ausgeht, verharmlost. In diesem Fall wurde in Kauf genommen, dass Menschen schwer verletzt oder getötet werden.

Die Hannoversche Allgemeine Zeitung spricht in einem Artikel von unklaren Motiven der Täter*innen. Da die angegriffene Wohnung von geflüchteten Menschen bewohnt wird, lässt sich auch durch die enorme Anzahl von rassistischen und faschistischen Attacken in den Jahren 2015 und 2016 von einem rassistisch motivierten Verhalten ausgehen.

Erst einen Tag zuvor ist in Seelze ein Haus abgebrannt, in dem zehn irakische Geflüchtete lebten. Glücklicherweise wurde hier niemand körperlich verletzt. Dennoch lässt sich auch hier von einem fremdenfeindlichen und rassistischen Motiv ausgehen.

Somit hat es in der Region innerhalb von zwei Tagen zwei potenziell tödliche Angriffe auf geflüchtete Menschen gegeben.

Die Vorfälle der letzten Woche zeigen deutlich, dass sich rassistisch motivierte Angriffe nicht nur im Osten Deutschlands abspielen, sondern auch in unserer Region zum traurigen Alltag geworden sind.

Deshalb rufen wir dazu auf, ein Zeichen gegen fremdenfeindliche und rassistische Angriffe und Hetze zu setzen. Dazu treffen wir uns am Samstag den 25.06.2016 um 16:00 Uhr auf dem Marktplatz vor der Stadtkirche zu einer Kundgebung gegen rechte Gewalt.

Falls ihr euch mit einem Redebeitrag beteiligen wollt, schickt uns bitte vorher eine E-Mail.

Für Anreisende aus Hannover bietet sich der Zug um 15:21 aus Hannover an.

Antifa [rk] Wunstorf, 21.06.2016