Nach Aufmarsch: Versuchter Naziangriff

Nach dem Naziaufmarsch in Bad Nenndorf, welcher durch verschiedenste Formen des antifaschistischen Protestes gestört und verkürzt wurde, versuchten ca. 40 der „friedlichen Trauermarschteilnehmer“, das Kultur- und Kommunikationszentrum „Wohnwelt“ in Wunstorf anzugreifen.

Gegen 22:00 Uhr, nachdem die in Minden von den Nazis angedrohte Demo um 20:00 Uhr nicht stattgefunden hat und die Faschisten um Marcus Winter „nach Hause“ geschickt worden sind, bemerkten Personen, welche sich vor dem Kultur- und Kommunikationszentrum „Wohnwelt“ in Wunstorf befanden, wie mehrere Autos in rasantem Tempo auf den gegenüberliegenden Deutsche Bahn-Parkplatz fuhren.
Man konnte beobachten, wie aus jedem Auto mehrere Personen mit Gegenständen in den Händen ausstiegen und sich ins Dunkel der weiter hinten liegenden Bäume verzogen. Innerhalb weniger Minuten kamen noch mehrere Autos hinzu, die Anzahl wuchs auf geschätzte 9-10 Fahrzeuge, aus denen jeweil mehrere Personen ins Dunkel gingen. Sie leuchteten sich gegenseitig mit Taschenlampen an und die Gruppe wuchs auf eine erhebliche Anzahl an. Einige der Personen schienen vermummt und mit länglichen Gegenständen bewaffnet.

In Anbetracht der Tatsache, dass sich zu benanntem Zeitpunkt nur etwa 15 Personen in dem Autonomen Zentrum befanden und dieses bereits im März 2009 Ziel eines Angriffs von Neonazis geworden ist, bei welchem zwei Personen erheblich verletzt worden sind (siehe: http://rk.blogsport.de/2009/03/20/wunstorf-da-geht-noch-was/ ), entschlossen sich die Verantwortlichen, die Polizei zu verständigen.
Als dann ein Streifenwagen mit Blaulicht auf den Vorplatz des Zentrums fuhr, zerstreute sich die Gruppe auf dem Parkplatz schlagartig, überall gingen Autolichter an und mehrere Fahrzeuge rasten in verschiedene Richtungen davon. Während die PolizistInnen ausstiegen, hörte man auf einmal einen lauten Knall. Sowohl Polizei als auch Wohnwelt-Besucher rechneten damit, dass ein Schuss gefallen sei. Die BeamtInnen griffen sofort zu ihren Waffen und rannten in die Richtung. Es stellte sich jedoch heraus, dass lediglich ein von den Nazis gezündeter Böller explodiert war.

Inzwischen waren mehrere Polizeiwagen angekommen und durchsuchten die Umgebung nach weiteren Fahrzeugen der Nazis. Augenscheinlich konnten 2 Fahrzeuge samt Insassen von den PolizistInnen festgesetzt werden.

Wie „friedlich“ die Neonazis sind, welche in Bad Nenndorf am Mittag des benannten Tages marschiert sind, zeigt dieser zum Glück vereitelte Angriffversuch auf ein Jugendzentrum wenige Kilometer von Bad Nenndorf entfernt.

Auch Nazis „im Anzug“ (oder in weißen Hemden) sind und bleiben Nazis, Gewalttäter, Menschenverachter.

In Bad Nenndorf und überall: Nazis entgegentreten! Auf allen Ebenen, mit allen Mitteln!


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