Pressemitteilung des Antifa Infoportals Weser / Deister / Leine
Unsere Recherchen haben ergeben, dass die rechtsradikale Neonazi-Hooliganband „Kategorie C“ am 25.6.2011 mitten in Wunstorf, im „Wunstorfer Festsaal“ in der Nähe des Bahnhofes in der Hindenburgstraße, live auftritt.
Der Anmelder dieses „Konzertes“ ist der mehrfach vorbestrafte Neonazi Marcus Winter aus Minden.
Winter saß bis April 2010 eine mehrmonatige Haftstrafe wegen Volksverhetzung ab. Er ist u.A. vorbestraft wegen gefährlicher Körperverletzung, Freiheitsberaubung, Verwendung verfassungsfeindlicher Kennzeichen und Raubes.
Winter ist der Anmelder der alljährlichen Naziaufmärsche in Bad Nenndorf und der Neonazi-Kader der Kameradschaft „Westfalen-Nord“, welche Nazistrukturen von Hannover bis nach Dortmund vernetzt und durch gemeinsame Auftritte und Gewalttaten versucht, politische GegnerInnen einzuschüchtern.
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Hetzparolen gegen Migrant_innen, den Holocaust befürwortende Schmierereien, Todesdrohungen und gewalttätige Überfälle auf Andersdenkende – seit einigen Jahren existiert eine junge und überaus aktive Neonaziszene in Bückeburg. Diese konnte sich unbeachtet von der Öffentlichkeit, seit Anfang 2008 weitgehend ungestört entwickeln. Sie erlebte besonders im vergangenen Jahr 2010 einen besorgniserregend steilen Anstieg an Gewaltbereitschaft und ist zunehmend besser organisiert.
Angefangen haben die Naziaktivitäten mit Stickern und Schmierereien, zurzeit zeichnet sich die Szene jedoch durch anhaltende Gewalttaten aus. Unter Anderem wurde mit Steinen und Zwillen die Fensterfront einer Wohnung eines vermeintlichen Linken zerstört, wobei die Bewohner in der Wohnung anwesend waren und nur durch Zufall nicht von den Stahlgeschossen verletzt worden sind.
In den letzten Monaten stachen besonders zwei sehr schwerwiegende gewaltsame Angriffe auf Antifaschisten hervor. In beiden Fällen kamen seitens der Nazis Teleskopschlagstöcke und andere Waffen zum Einsatz. Einem der verletzten Antifaschisten wurde so oft auf den Kopf eingetreten, dass dieser im Gesicht operiert werden musste, was einen längeren Klinikaufenthalt nach sich zog.
Ein weiterer Fall spielte sich mitten in der Innenstad ab: Neonazis schlugen einen Jugendlichen nieder und verletzen ihn u.a. mit Schlagringen, ohne das Passanten eingriffen.
Bückeburger Antifaschist_Innen bekamen mehrfach Morddrohungen per Post, wie bspw. einen Trauerflor und Werbung für ein Bestattungsinstitut, wo handschriftlich der Satz „Wir machen auch Hausbesuche“ unterstrichen worden ist.
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Unterstützt die drei angeklagten Antifaschisten aus Hannover!
Am 13.Mai letzten Jahres kam es in der Hannoverschen Nordstadt zu einer Auseinandersetzung zwischen AntifaschistInnen und Nazis, die trinkend einen Pub belagerten und zuvor durch Pöbeleien und körperliche Bedrohungen aufgefallen waren.
Dieser Vorfall zieht mittlerweile immer weitere Kreise: Gegen drei Personen, die nach dem Vorfall von den Bullen in der Nordstadt aufgegriffen wurden, wurden die Ermittlungen mittlerweile eingestellt, doch für Sven, Stefan und Tim, die die Nazis mittels einer Bildvorlage erkannt haben wollen, wird die Lage zusehends ernst: Die Anklage wegen gefährlicher Körperverletzung in gemeinschaftlicher Begehung ist raus, der erste Verhandlungstermin ist bereits angesetzt.
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Gestern, am 4.12.2010, demonstrierten rund 170 Menschen unter dem Motto „Schluss mit lustig – Dem Naziterror entschlossen entgegentreten!“ gegen die immer stärker werdende Nazigewalt in Minden.
Ausschlaggebend für die Demonstration war ein Überfall von Nazis am vergangenen Wochenende auf eine als „links-alternativ“ geltende Kneipe in Minden.
Doch auch im Vorfeld traten die Neonazis in Ostwestfalen-Lippe, Schaumburg und der Region Hannover immer wieder durch gewalttätige Angriffe gegen Andersdenkende in Aktion.

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Schluss mit Lustig! Dem Naziterror entschlossen entgegen treten!

04.12.2010 // 18 Uhr
Minden // Wesertor
In den letzten Monaten kam es in Ostwestfalen-Lippe, dem Landkreis Schaumburg und der Region Hannover wiederholt zu brutalen Übergriffen von Neonazis. Der Überfall auf eine als „alternativ“ geltende Kneipe in Minden am 28.11.2010 durch eine Gruppe von bis zu 8 vermummten Schlägern, die bei ihrer Tat unter anderem „Sieg Heil!“ brüllten, stellt den bisherigen Höhepunkt einer Serie von Drohungen und Tätlichkeiten gegen Menschen dar, die nicht in das Weltbild der Neonazis passen. Wir haben uns entschlossen, unsere tiefe Ablehnung gegenüber diesen Taten und der ihnen zu Grunde liegenden rechten Ideologie öffentlich Ausdruck zu verleihen. Auch wollen wir klar stellen, dass wir uns von den Neonazis nicht einschüchtern lassen und uns nun erst recht offensiv auf der Straße zeigen.
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Am Freitag verurteilte die Jugendstrafkammer am Landgericht Hannover den einschlägig vorbestraften und überregional bekannten 29-jährigen Neonazi Marco Siedbürger. in einer Berufungsverhandlung wegen gefährlicher Körperverletzung zu 22 Monaten Haft ohne Bewährung. Damit bestätigte sie das vor sieben Monaten gefällte erstinstanzliche Urteil des Amtsgerichts Neustadt am Rübenberge. Am zweiten Prozesstag hatte das Gericht das Verfahren gegen den mitangeklagten 20-jährigen Neonazi Christian W. abtrennt, nachdem er nicht zum Prozess erschienen war. In erster Instanz war er zu einer neunmonatigen Jugendstrafe auf Bewährung verurteilt worden.
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